85. Was haben wir gelacht: Humor und Macht in den 90ern
Shownotes
"Was haben wir gelacht”, der Dokumentarfilm der Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider läuft seit 16. Juli im Kino. Im Zentrum: fünf Frauen, die in den 1990er Jahren im Unterhaltungsfernsehen aktiv waren: Maren Kroymann, Gaby Köster, Esther Schweins, Bettina Böttinger und Hella von Sinnen. Aber die fünf erzählen nicht einfach nur Anekdoten. Das besondere Element des FIlms ist, dass das Publikum dabei zusehen können, wie sie selbst auf eigene und fremde Ausschnitte von damals reagieren. Sie reflektieren über Zeitgeist und Sichtbarkeit und zeigen auf, wieviel Humor mit Macht zu tun hat.
Wie sie gemeinsam mit Isabel Schneider auf diesen Ansatz kam, wie die Idee entstand und was sie über sich selbst beim Dreh gelernt hat, erzählt Regisseurin Eva Müller im Interview mit Alexander Matzkeit.
In der Medienkritik: Das Deutschlandfunk-Hörspiel "Hologrammatica" nach dem Sci-Fi-Krimi von Tom Hillenbrand.
Links zur Sendung:
Filmseite mit Trailer: "Was haben wir gelacht"
LÄUFT #67: Maren Kroymann: "Ich bin nicht trashig genug."
epd medien: Was ist der Mensch? (Kritik zu "Hologrammatica")
ARD Sounds: Hologrammatica
Eine Produktion von epd medien und Grimme-Institut 2026
Transkript anzeigen
00:00:05: Herzlich willkommen zu läuft, dem Podcast von Epidemedien und Grimme-Institut.
00:00:10: Was haben wir gelacht?
00:00:12: So lautet der Titel eines neuen Dokumentarfilms der Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider.
00:00:19: Es geht um das Unterhaltungsfernsehen der neunziger Jahre.
00:00:22: Und bevor ich mehr erzähle ist hier ein Ausschnitt aus dem Trailer Wobei man dazu sagen muss Der ganze Film und auch der Trailer arbeitet viel mit dem was man sieht.
00:00:31: Das lässt sich hier im podcast natürlich nur eingeschränkt einfangen.
00:00:35: Es ist eine Vielzahl an Männern und wenige
00:00:38: Frauen.
00:00:39: Durbefrauen, dicke Titten... Also viel mehr kommt er jetzt so nicht!
00:00:43: Gibt es denn noch soviel
00:00:43: mehr?
00:00:45: Frauen sind nicht komisch, da waren sich alle einig Du singst dein Lied Gehst zweimal über die Bühne Und wackelst
00:00:52: mit den Arsch.
00:00:53: Das reicht nicht Sich mit Witzen auf einer Bühnen zu stellen Sondern das Publikum ist markend, da kommt etwas
00:00:58: zu über.
00:00:59: Es
00:00:59: fehlen den Gags wo sie sich auf die Schenkel klopfen können vor Vergnügen und wo ihr Komikzentrum getroffen wird.
00:01:05: Fünf Frauen, die damals im Fernsehen aktiv waren haben Müller und Schneider für den Film Interviewt.
00:01:10: Maren Kräumann, Gabi Köster, Isda Schweins Bettina Böttinger und Hella von Sinnen.
00:01:16: Aber die fünf erzählten nicht einfach nur Anekdoten.
00:01:19: Den Interviews ging eine umfangreiche Recherche in den Senderechiven voraus.
00:01:23: Und das besondere Element des Films dass wir all diesen bekannten Frauen dabei zusehen können, wie sie selbst auf die Aufnahmen von damals reagieren.
00:01:31: Aufnahmen vor sich selbst, voneinander und von dritten!
00:01:36: Wie Sie auf diese Idee kamen – und sogar wie diese Art von Reaktion-Situation technisch mit analogen Tricks bewerkstelligt
00:01:42: wurde –
00:01:42: das gehört zu den vielen Fragen, die ich Regisseurin Eva Müller im Interview stellen konnte.
00:01:47: Eva Müller ist Jahrgang neunzehnhundertneunundsiebzig nur wenige Jahre älter als ich.
00:01:52: Sie ist im Gegensatz zu mir eine mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmerin.
00:01:56: Unter anderem gab es in den letzten Jahren einen Grimmepreis für das Projekt Docupy.
00:02:01: Wir sind aber beide in der betrachteten Zeit erwachsen geworden und wir mussten beide feststellen, dass vieles von dem was damals normal schien heute in seinem geballten Sexismus richtig genschockiert.
00:02:12: Es lohnt sich sehr dieserzeit noch einmal hinterherzuspüren.
00:02:16: Und was haben wir gelacht?
00:02:17: Gelingt das hervorragend!
00:02:19: Der Film Eine ZDF-Co-Produktion läuft aktuell in ausgewählten Kinos.
00:02:25: Eva Müller Skor-Regisseurin Isabel Schneider ist übrigens ein gutes Stück jünger und hat zuletzt vor allem für Panorama gearbeitet, wie die Zusammenarbeit der beiden aussah und wie Schneider überhaupt erst den Anstoß für das Projekt gab – auch darum geht es im Interview.
00:02:40: Aber das ist noch nicht alles!
00:02:42: Im Anschluss gibt's noch eine Medienkritik diesmal etwas anders als gewohnt sogar mit ein paar O-Tönen der MacherInnen.
00:02:49: Es geht um das Hörspiel.
00:03:01: Hallo, Frau Müller.
00:03:02: Ich will ganz am Anfang anfangen.
00:03:04: Wie ist die Idee zu diesem Film entstanden?
00:03:07: Tatsächlich war es so, dass ich eine E-Mail von meiner Co-Regisseurin Isabel Schneider bekommen habe in der sie mir einen Ausschnitt geschickt hat vom sehr jungen Heller von Sinnen Anfang zwanzig damals im Kölner Karneval die sagt, dass sie sich vorgenommen hat auf sexistische Gags zu verzichten in ihrem Leben und das das nicht so gut angekommen ist.
00:03:26: Und wir waren beide sehr erstaunt weil Sie sehr jung sind, sehr noch lange braune Haare und wie Sie kaum erkannt hatten und Isabelle sie kaum erkannte hatte und durch diesen kleinen Ausschnitt auf das Thema gekommen ist und wir dann direkt eine Stunde telefoniert haben und gesagt haben man, das ist was, was wir gerne machen würden.
00:03:42: Sie sind ja ungefähr zwanzig Jahre auseinander würde ich tippen.
00:03:45: So vom Alter, fünfzehn?
00:03:47: Entschuldigung!
00:03:49: Aber was hat das reingebracht in die Zusammenarbeit, der Unterschied?
00:03:54: Wahrscheinlich haben Sie vieles noch live erlebt im Fernsehen.
00:03:57: Was sie nicht gesehen hat oder so?
00:03:58: Ja genau
00:03:59: also ich war... So um die fünfzehn zu der Zeit, der Ausschnitte, die wir jetzt alle in unserem Film haben.
00:04:05: Und Isabelle hat dann nur die Ausläufe noch mitbekommen und tatsächlich ist bei mir so ein bisschen die persönliche Erfahrung und bei ihr auch eine sehr viel feministischere Sozialisation, die sie auch mit dem Thema anders umgehen lässt.
00:04:18: Ich glaube aber diese Kombination aus... eben fünfzehn Jahre älter und etwas gelassener in dem Thema.
00:04:23: Und dann aber auch dieses da auf viele Dinge hinweisen und sagen, so geht das nicht?
00:04:27: Das war für mich eine ganz gute Kombination abgesehen von den Arbeitsvoraussetzungen die wir beides mitgebracht haben.
00:04:33: ja.
00:04:34: Es finde ich interessant dass Sie das jetzt direkt erwähnen weil ich find schon auch dass in dem Film ja nicht nur Fernsehgeschichte verhandelt wird sondern auch Feminismus Geschichte in gewisser
00:04:41: Weise
00:04:42: oder
00:04:43: Ja, das ist zumindest Gleichberechtigung.
00:04:45: Wenn man das definieren ja auch einige Feminismus einfach mit Gleichberechigungen und das hilft mir sehr zu sehen dass es eigentlich nur darum geht wie man es hinbekommt dass alle gleichermaßen stattfinden wird.
00:04:56: die Nabettinger sagt in den Filmen es geht um das Phänomen von Sichtbarkeit.
00:05:00: so Und das ist natürlich gerade bei dem Thema, wer stand in der ersten Reihe mit den Mikrofonen?
00:05:06: Geht es eben darum wie viele Frauen waren denn da?
00:05:09: und damit ist automatisch ein Frauenthema als größte Minderheit.
00:05:12: Aber genauso ist es ein queeres Thema.
00:05:16: Herkunftsthema, also das spielt bei uns im Film finde ich alles mit rein.
00:05:20: Aber da wir ja vor allen Dingen die weiblichen Entertainerinnen der neunziger Jahre befragen ist es natürlich vor allem auch ein Film von Frauen, die zum ersten Mal aus ihrer Perspektive erzählen wie sie das erlebt haben.
00:05:32: Was war denn dann die ursprüngliche These oder Idee?
00:05:35: Mit der Sie in die Arbeit gegangen sind diese gepitscht haben und so weiter?
00:05:39: tatsächlich was hat Humor mit Macht und Gleichberechtigung zu tun?
00:05:42: Also wir kamen natürlich vom Sexismus auch, weil kurz bevor wir dann ganz in die Recherche eingestiegen sind diese öffentliche Debatte über Thomas Gottschalks Fernsehvergangenheit losging.
00:05:54: Aber das war für uns eigentlich gesagt nur ein kleiner Teil also dieses welche Themen wurden gesetzt?
00:06:00: Was hat es mit uns allen gemacht dass bestimmte Themen nicht gesetzt worden?
00:06:03: Welche Rollenbilder wurden durchs Fernsehen?
00:06:05: Es gab ja noch gar keine andere Form der visuellen Bildung.
00:06:09: sei jetzt mal kein solchen Media.
00:06:11: und Welche Bilder wurden da transportiert?
00:06:13: Womit sind wir aufgewachsen, wie wäre es uns gegangen wenn wir über andere Themen hätten lachen können als junge Frauen.
00:06:19: Ja was wär gewesen, wenn wir mehr Sketcher gesehen hätten über wirklich auch Hartfarrer gab's, über Periodenprodukte, über EqualPay weil über andere gab's ja auch Gags so ne aber das waren einfach seit... Da haben die Frauen einfach wenig Farbe reingebracht und das hat natürlich auch eine Konsequenz für uns alle weil Humor schafft ja auch Distanz.
00:06:38: also man hilft hilft sich selber dabei, sich in eine Position zu bringen.
00:06:42: Wie Marian Kromans auch im Film sagt erst mal darüber gelacht zu haben und danach ist es viel einfacher etwas zu sprechen oder auch über harte Themen zu sprechen.
00:06:50: das ist auch ne Form von Teilhabe.
00:06:52: Ich finde es total interessant dass der Film quasi seinen Anfang mit so einem Ausschnitt genommen hat weil die Archivarbeit die da drin steckt ist ja ein total wichtiger Teil.
00:07:02: wie war das denn?
00:07:03: War das schwierig oder leicht diese ganzen Ausschnitte rauszusuchen?
00:07:06: Wie ging's ihnen dabei?
00:07:07: Ja, es war vor allen Dingen unglaublich viel Arbeit.
00:07:09: Also die Archivarbeit hat vor allem Isabel Schneider gemacht.
00:07:12: Wir haben uns aufgeteilt.
00:07:13: Ich habe auch die Interviews gemacht und die Dramaturgie und war ein Schnitt.
00:07:16: Und Isabel hat vor allen dingen die Archive-Recherche übernommen.
00:07:20: Da kamen wirklich dann auch als wir schon im Schnitt waren wöchentlich immer noch die Meldung... ich hab was gesagt, das ist noch extremer!
00:07:27: Könntet ihr da vielleicht nochmal ganz kurz draufgucken?
00:07:30: Also das war einfach eine wahnsinnige, zweijährige Arbeit kann man sagen.
00:07:35: Aber wir hatten natürlich auch das Gefühl wenn wir jetzt sagen bei Thomas Gottschalk ging es so und so zu dann können wir das eigentlich auch nur sagen wenn wir sehr viele Wetten dachsendung gesehen haben weil vielleicht haben wir einfach im Internet oder bei YouTube die drei schlimmsten Momente gefunden und wir wollten uns schon ein Bild machen.
00:07:49: hat das System?
00:07:50: Oder ist das einfach etwas was irgendwie durch den Zufall online an der Oberfläche gespült wurde?
00:07:55: Gunter du würdest einsehen dass ich vielleicht neben Frau Schiffer
00:07:57: sitzen möchte.
00:08:01: Bei mir war er der Sportfachmann.
00:08:04: Aber ich
00:08:06: bin hier, der Chef.
00:08:08: Setzt dich nicht zu schnell hin!
00:08:13: Kann man den wenden?
00:08:15: In die Mitte ... Ich glaube, da kann nichts passieren zwischen uns.
00:08:21: Die Rumtatscherei, das war ja jetzt nicht so krass, aber es war immer latent vorhanden.
00:08:26: Er war derjenige, der sich für wahnsinnig
00:08:28: schön
00:08:28: und sexy hielt Und
00:08:31: die Frauen hatten darauf zu reagieren.
00:08:34: Das war eines der ersten Zitate, dass ich mir rausgeschrieben habe, dass Marin Kräumann dann sagt in der Dichte doch sehr deutlich ...
00:08:40: Ja, ja!
00:08:41: In der Dichte war es wirklich sehr deutlich.
00:08:43: Also Isabella hat, wir sind gerade auf Kinotour, da hat sie gestern Abend noch gesagt Sie hat dann immer angefangen zu gucken und hat gedacht ah, wir schaffen eine ganze Sofa-Runde ohne.
00:08:53: Dann kam's doch und man war fast so ein bisschen enttäuscht und dachte Ah nee, doch wieder.
00:08:59: Ja und natürlich also ich mache mich da auch nicht frei.
00:09:02: Und viele machen sich nicht frei, gerade das Schöne an dem Film dass es eigentlich geht ja nicht um eine Abrechnung sondern es geht viel Darum sich mit selber zu beschäftigen und auf sich selber zu gucken, wie hat man das denn wahrgenommen?
00:09:13: Und warum stürzt einen den heute so sehr.
00:09:15: Warum ist man damals aber nicht aus dem Raum gegangen und hat gedacht was ist denn da in den verschiedenen Sendungen los?
00:09:21: Also mir ging es nicht so dass ich da entsetzt war sondern jetzt wenn ich bestimmte Zitate, bestimmte Bemerkung sehe bei unserem Film dann denke ich wie konnte ich dabei sein.
00:09:30: Das geht glaube ich vielen Zuschauerinnen so und das freut uns auch weil ganz viele ins Denken kommen.
00:09:34: dadurch
00:09:35: Ja
00:09:35: ich fand auch das richtig weh tut das zu sehen Teil.
00:09:38: Haben Sie eine gute Antwort gefunden, warum sich das geändert hat?
00:09:41: Naja Stichwort Sichtbarkeit.
00:09:43: also es gibt glaube ich viel mehr Möglichkeiten oder ist so?
00:09:46: es gibt viel viel mehr Möglichkeit gerade auch für Frauen sich gehörst zu verschaffen gerade über die sozialen Medien wo es eben nicht immer diesen Gatekeeper gibt, der sagt ja machen wir oder machen wir nicht.
00:09:57: Sondern es gibt einfach andere Möglichkeiten sichtbar zu werden seine Meinung zu sagen an Leute zu erreichen als nur die reinen Fernsehkanäle.
00:10:05: und ich glaube dass sich das Bild natürlich sonst insgesamt der Blick auf Frauen in der Gesellschaft natürlich verändert hat.
00:10:12: allerdings und sagen auch alle Frauen bei uns im Film Der Backrash ist da und wir haben die Themen wieder auf den Tisch und ärgern uns auch wahnsinnig.
00:10:21: also Heller von Sinner hat gesagt einfach nicht mehr aufregen.
00:10:24: Ich habe mich wahnsinnig lange, wahnsinnich viel aufgeregt und das verstehen dann auch die anderen Protagonisten weil sie sagen wir haben da soviel für gekämpft dass wir weiter kommen und jetzt haben wir das Gefühl es dreht sich wieder
00:10:34: zurück.".
00:10:35: Jetzt sind wir eigentlich schon mittendrin!
00:10:36: Das ist ja ein zentrales Element des Films.
00:10:38: auch ist, dass ich die Protagonistin auch selbst die Ausschnitte anschauen.
00:10:43: Ja.
00:10:44: Das fand ich vor allen Dingen in der Hinsicht interessant als definieren das Gestaltungsmerkmal des Internets oder des sozialen Internets zumindest ist.
00:10:58: Wie kam sie auf die Idee, das so aufzubauen?
00:11:00: Also wir haben da sehr viel drüber gesprochen weil wir eben nicht ich sage mal ganz ohne Bezug aber die große neunziger Show machen wollten.
00:11:07: also wir wollten natürlich Nostalgie aber nicht zum Selbstzweck.
00:11:11: also Wir wollten schon über die Ausschnitte diskutieren und deswegen war eigentlich gar nicht nur das Ziel einfach Ausschnitten pur zu zeigen sondern dass die Damen darüber gemeinschaftlich ins Gespräch kommen, ohne in einem Raum zu sein.
00:11:24: Also dass sie zu den selben Ausschnitten die selben ausschnitte Seelen zu denselben Ausschnitt sprechen, die für uns besonders herausgestochen haben in der Recherche Und dann haben wir ganz viel darüber gesprochen, wie soll das dann aussehen?
00:11:35: Steht da ein Fernseher im Set und alles war ganz furchtbar.
00:11:38: Es sah schrecklich aus und wir hatten ganz schlimme Greenscreen-Vorlagen, wo wir gedacht haben so nee, das sieht nicht nach Fernsehen oder schon gar nicht nach Kino aus!
00:11:45: Dann kam unser toller Produzent Ansgar Frerich der auch Mischturmeister dieser Produktion ist auf die Idee im Baumarkt Fliegengitter zu kaufen.
00:11:55: Und das zwischen Kamera und Photogrammisten... zu spannen und dann ein Projekt oder die Ausschnitte auf dieses Fliegen-Gitarre.
00:12:03: Seitenverkehr zu projizieren, sodass die Protagonistin sowohl die Ausschnitte auf diesem Fliegengitter sahen und die Kamera durch das Fliegenditter die Protagonistin sahen.
00:12:10: Und das war dann der Durchbruch.
00:12:12: Wir haben gedacht, das ist toll!
00:12:14: Weil man eben auch mit einer Kamera, die wirklich nur hinter diesen Fliegengitter isst, die Reaktion der Frauen mit dieser Gase, dem Leer davor sehen kann – und das hatte für uns ein extra Wert.
00:12:25: Aber wie
00:12:25: fanden das denn Ihre Protagonisten?
00:12:27: Fanden sie das eine gute Idee, sich die Sachen noch mal anzugucken von früher?
00:12:30: Ja vor allen Dingen... Kräumann hat erzählt, dass sie seit Jahren versucht, ob man diese alten Nachtschwester-Kräumann Sachen nicht noch mal wiederholt.
00:12:39: L'Oreo wird drauf und runter wiederholen aber wo ist das denn eigentlich alles?
00:12:44: Das ist natürlich an anderer Stelle weniger prominent gelaufen, aber da sind Sachen drin, wo man heute denkt wow einerseits gut gealtert im Sinne von kann man eins zu eins so nochmal sendern, hat auch einen Nachteil weil man so viel hat sich gar nicht verändert und sehr viele politische Themen gesetzt hat, die ich ja eben auch schon erwähnt habe und das war natürlich toll.
00:13:06: Und deswegen war es schon ein Eintauchen für alle in die eigene Vergangenheit, in die Vergangenkeit der Kolleginnen und aber natürlich auch die Beschäftigung mit den Männern.
00:13:15: da haben alle unterschiedlich drauf reagiert und das finde ich aber auch super.
00:13:18: dass es einfach ist gibt ja auch unterschiedliche Meinungen im Film Ist ja auch nicht pauschal.
00:13:23: Alles, was die Männer gemacht haben ist schlecht und alles, was Frauen machen, ist toll gar nicht.
00:13:27: Das war uns sehr wichtig, dass sie selber mit Dingen konfrontiert sehen, wo Sie vielleicht denken, das hätte ich heute anders
00:13:35: gemacht.".
00:13:36: Ich muss trotzdem noch mal fragen, spielten Reaction-Videos als Ursprung des Ganzen eine Rolle oder kam es unabhängig davon auf?
00:13:42: Nee!
00:13:43: Ich weiß nicht wie viel Reaction sich selbst aufzutun hat.
00:13:45: Ich glaube eher nicht soviel.
00:13:46: Da geht's darum, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen.
00:13:49: Aber hier ging es ja auch darum ... hat sich auch noch mal angeguckt, wie es war als Harald Schmitzi mit der Klochschüssel verglichen hat und gesagt hat das kann man freiwillig anfassen.
00:13:58: Sich so was anzugucken ist für mich noch ein bisschen etwas anderes als Reaction weil es darum geht sich wirklich nochmal mit sich selber, mit dieser Zeit mit den Gefühlen zu beschäftigen.
00:14:08: Es gibt ja Momente wo Protagonistin tatsächlich Anfang zu weinen berührend ist und im Reaktion ist für mich irgendwie schnell.
00:14:17: Und das, was wir uns schaffeln, sehr
00:14:19: langsam.".
00:14:21: Aber trotzdem gibt es dann ja sogar genau in der Szene die Sie gerade angesprochen haben noch eine zweite Ebene dass es nämlich sogar Reaktionen auf die Reaktions gibt?
00:14:30: Die Ester hat heute morgen hier geweint über die Zähne wie die Bettina den Raum verlassen hat.
00:14:39: okay zum Wein bringt mich das jetzt nicht.
00:14:43: dazu fand ich Betty zu stark.
00:14:45: Das hat mich gerührt, weil das eine so starke Selbstermächtigung war in einer Zeit, in der diese Selbstermächtigung kaum möglich war.
00:14:57: Ich hätte vielleicht auch zugesagt aber wer da anders ... ich weiß, ich hätte mir noch was einfallen lassen.
00:15:02: Aber dass zu denen dann einfach da hängen lassen fand ich super!
00:15:06: Genau und das finde ich aber auch ein Wert, weil die unterschiedlichen Perspektiven so klar geworden sind.
00:15:13: Also wir haben total versucht, die Interviewparts von der einen Frau zu anderen Frauen zu tragen.
00:15:20: also wir hatten nur für jede Frau drei Stunden Interview für diesen Film.
00:15:25: Wir haben keinen zweimal gesehen, sondern die kamen an Tagen hintereinander in der selben Periode ohne zeitlichen Abstand dazwischen.
00:15:32: An fünf Tagen und wir haben die Interviews gemacht.
00:15:35: Und trotzdem haben wir versucht so viel wie möglich hin- und herzutragen weil gerade ja dieser Blick auch auf diese Aktion soll man als Frau ins Fernsehen gehen und sagen das hat mich verletzt.
00:15:45: Blicken die Damen sehr unterschiedlich und dafür war das natürlich toll.
00:15:49: Die eine Dame hat das gesagt, die andere hat was sagen Sie denn dazu?
00:15:52: Bettina Bettinger ist sowieso eine interessante Wahl, weil sie war ja selbst eigentlich jetzt keine Comedian sowie die anderen.
00:15:59: Aber sie hat zum Beispiel alle Interviews zeigen auch in den Ausschnitten wie viel die Wahl auf Sie war das rückwirkend von dieser Schmidtstelle oder gab es einen anderen Grund
00:16:09: noch?
00:16:09: Nee gar nicht mal!
00:16:10: Weil wir haben eigentlich überlegt dass wir unterschiedliche Sparpen der Unterhaltung abdecken wollen.
00:16:15: Also natürlich unterscheidet sich auch eine Sendung wie Nachtschwester Kräumann von RTL Samstag Nacht extrem.
00:16:21: Das sind einfach andere Formen von Unterhaltungen und betrifft ist zum Beispiel auch eine Unterhaltungssendung, also läuft ja im WDR auch in der Unterhaltung oder lief in der unterhaltungssparte.
00:16:33: Und wir haben einfach überlegt, wenn man jetzt Thomas Gottreich zum Beispiel nimmt.
00:16:36: Wer von den Protagonisten wäre denn die gewesen?
00:16:39: Die werden das hätte moderieren können und da haben wir schon überlegt dass wer wahrscheinlich eher eine Unterhaltungstalkerin oder Unterhaltungsmoderatorin gewesen, die da so ne Sendung bekommen hätte als die reine Comedian So Und deswegen gibt es halt einige Unterhaltungsformate, wo Männer sehr präsent waren.
00:16:56: Die halt eher vormiteinander sprechen vom Sofa von diesen Dingen kommen und da passen wir.
00:17:00: Tina Bettinger fanden wir sehr gut.
00:17:02: außerdem natürlich die Harald Schmidt Szene.
00:17:04: das war ist natürlich ein Kern der Frauenfeindlichen und, wie sie sagt, Homophoben-Diskriminierung im Humorbereich der Neunzigerjahre.
00:17:13: Deswegen war uns das auch sehr wichtig, da es anzusprechen.
00:17:15: Und als wir dann im Archiv noch gesehen haben, dass die, wie Sie sagen alle zu Gast hatte – und natürlich nicht nur sie zu Gast hat, sondern genau über die Frage unseres Films mit jeder Frau gesprochen hat….
00:17:24: Da war's schon klar ja!
00:17:26: Gibt eine auffällige Lehrstelle in dem Film?
00:17:28: Ich bin sicherlich auch nicht der Erste, der Sie das fragt aber Anke Engelke war natürlich auch noch ne sehr wichtige.
00:17:34: Unterhaltungsfrau in der Zeit.
00:17:35: Sie ist natürlich auch viel jünger jetzt zum Beispiel als Maren Kräumer, eine Heller von Sinne oder Bettina Böttinger so.
00:17:42: aber trotzdem haben wir natürlich mit ihr darüber gesprochen und da müssten sie wahrscheinlich am besten selber fragen.
00:17:47: Aber sie hat auch gesagt das ist nicht Ihr Thema also sie stand für das Projekt nicht zur Verfügung.
00:17:54: Die bitterste Sache in dem Film fand ich ehrlich gesagt dass Maren Kreuemann im letzten Drittel des Films über Femicide spricht Und dann sagt Das ginge heute nicht mehr.
00:18:05: Da sind wir jetzt zum Glück drüber hinweg und zack, quasi während ich den Film gucke sozusagen kommt die Tanur um die Ecke macht genauer dazu ein Witz immerhin wird sich darüber aufgeregt aber es geht ja anscheinend schon noch.
00:18:21: Ja, das war für uns natürlich auch erstaunlich so neutral möglich.
00:18:26: Und die Damen haben sich jetzt auch in den vergangenen Tagen dazu verhalten und viel dazu gesagt.
00:18:30: Das wurde auch gefragt und es ist natürlich auch was, was sie bewegt.
00:18:35: Ich glaube Sie sagt in dem Film vor allen Dingen, dass wäre nicht mehr widerspruchslos möglich.
00:18:40: Das ist es ja auch tatsächlich nicht.
00:18:42: Also wir haben extra geguckt.
00:18:44: damals bei diesen ganzen Ausschnitten, die wir zu dem Thema Gewalt an Frauen im Film haben gab's dann Aufschwahl, gab's Presse.
00:18:50: nach den Sendungen hat sich da jemand erschoffiert war nicht so.
00:18:54: Bei Dieter nur muss man ja sagen Es gibt tatsächlichen bundesweite Aufregung und das ist ja auch gut dass es das was sich verändert hat aber dass es immer noch möglich ist.
00:19:02: Das zeigt natürlich auch dass es eben nicht vorbei ist Und das sagen die Protagonistinnen ja auch im Film.
00:19:08: der Becklesh is da Und wir müssen uns jetzt damit auseinandersetzen, was das bedeutet.
00:19:13: Wenn die Frauen-Bürger sich wieder zurückdrehen und wenn auch junge Frauen daran interessiert sind, dass sie sich wieder terugdreht?
00:19:20: Was bedeutet das für die Medien?
00:19:27: Ja also ich habe mich selber angezweifelt in meinem Fernsehkonsum der schon erheblich war würde ich sagen.
00:19:35: Aber dass ich, dass mir das nicht aufgefallen ist an vielen Stellen und ich auch sehr ... Ich war sehr, hab sehr viel Harald Schmidt gesehen.
00:19:44: Ich habe auch natürlich Wettendass gesehen.
00:19:46: Und da fragt man sich natürlich schon hat es was mit der Sozialisation zu tun?
00:19:51: Womit hat das zu tun, dass ein, das so durchgegangen ist, so?
00:19:55: Und Isabelle meine, die Korrigid des Films war immer sehr... Ja, auch vehement in dem das muss man.
00:20:02: Man muss es sein und machen ist so wichtig!
00:20:05: Und ich hab gemerkt wie ich viel weiter weg bin von diesem Thema.
00:20:08: Auch dem Thema Feminismus und auch da gar nicht mitsozialisiert worden bin.
00:20:14: Daher bin ich dankbar dafür dass sie mit dem Thema gekommen ist und mich noch mal in einen neuen Themenbereich reinarbeiten konnte, mit dem ich mich bisher berufsmäßig noch gar nicht beschäftigt hatte.
00:20:25: Im Film geht's ja sehr bewusst um die Frauen aus der Zeit reagieren, wie wir gesagt haben oder sich noch mal damit auseinandersetzen.
00:20:33: Ich frag mich sollte man auch mein Film machen wo man Männer damit konfrontiert und ihren Reaktionen einfängt?
00:20:41: Bestimmt also wir nicht schätzig!
00:20:45: Aber bestimmt, also ich fand vor allen Dingen interessant.
00:20:48: Wir haben da natürlich sehr viel drüber nachgedacht und daher kommt auch die Entscheidung dass wir in dem Film nichts thematisieren was nicht im Fernsehen sichtbar war.
00:20:56: Also natürlich gab es auch Erzählungen von Dingen hinter den Kulissen Backstage Haben wir aber alles nicht thematisiert weil wir das Gefühl hatten dann muss man miteinander mehr reden So.
00:21:07: Aber da es ja um eine Betrachtung und eine Meinung zu Dingen geht, und zu Ausschnitten geht die wir alle gesehen haben und die alle öffentlich sind und auch nicht gesperrt sind und verfügbar waren war uns das total klar und wichtig dass man das jetzt mal aus der Perspektive derer erzählt die dabei waren die aber wenig Sendezeit bisher hatten um das zu sagen.
00:21:26: Und insgesamt ist natürlich so, dass die Männer auch jetzt nicht von uns sondern auch von Kollegen und Kolleginnen schon viel auf das Thema angesprochen worden sind.
00:21:33: Also es gab ja tatsächlich auch letztes Jahr die große Debatte mit dem Spiegelartikel ich habe Frauenreinzinslicht angefasst.
00:21:40: Das heißt also da wurde ja schon viel drüber gesprochen und wir nehmen schon wahr... also jetzt natürlich auch wenn man sich mit dem Thema näher beschäftigt dann fällt uns das auf, dass es einige Männer auch gibt, die da sehr selbstkritisch sind.
00:21:54: ganz lange dazu gesprochen, dass er bestimmte Sachen nicht mehr machen würde.
00:21:57: Und das geht den Frauen ja aber auch nicht anders.
00:21:59: Es ist einfach nur so, dass die Männer viel präsenter waren.
00:22:02: Eva Müller, ganz herzlichen Dank für das Gespräch!
00:22:05: Danke Ihnen, das war sehr angenehm.
00:22:06: Was haben wir gelacht?
00:22:08: heißt der Film?
00:22:09: Wie gesagt jetzt im Kino?
00:22:11: Wir haben übrigens auch eine gute Archivfolge,
00:22:14: die da zu passt.
00:22:15: vor gut einem Jahr habe ich selbst Marren Kräumann interviewen können.
00:22:18: Die Folge findet ihr in unserem Feed und Jetzt wie angekündigt wagen wir noch einen kurzen Trip in die Zukunft.
00:22:31: Im Jahr two-tausend achtundachtzig hat die Menschheit sich nicht nur entschieden, der künstlichen Intelligenz den Garaus zu machen, die eigentlich
00:22:37: den Klimawandel
00:22:38: lösen sollte – sie hat auch die ganze Welt mit Hologrammen überzogen!
00:22:43: Sowohl um diese Welt zu verschönern als auch um Geheimes zu verbergen.
00:22:48: Einige Menschen
00:22:49: haben gelernt ihr Gehirn in den Computer
00:22:51: hoch und anschließend
00:22:52: in künstliche Körper herunterzuladen.
00:22:55: Manche von ihnen töten sich in diesen Kunstkörpern selbst.
00:22:58: um dem Mysterium des Todes ein bisschen näher zu kommen.
00:23:02: Eine dieser sogenannten Deatha ist verschwunden, eine Programmiererin mit komplizierter Familiengeschichte.
00:23:09: Der Mann
00:23:09: der sie finden soll
00:23:10: heißt Gela Head
00:23:11: Singh – ein Questor was
00:23:14: aber
00:23:14: auch nur ein schickes Wort für Privatdetektiv
00:23:16: ist.
00:23:18: Das ist die Ausgangssituation
00:23:20: von Tom
00:23:21: Hillenbrands Cyberpunk-Krimi Hologramatica Und jetzt
00:23:26: auch
00:23:27: von einer aufwendigen Hörspiel-Adaption des Romanens vom Deutschlandfunk.
00:23:31: Neun Teile,
00:23:32: rund fünf Stunden Hördauer!
00:23:34: Das Team hinter Hologrammatiker war am vierten Juli auch auf der Metropolkon eines Science Fiction Convention in Berlin um das Hörspiel vorzustellen.
00:23:42: Ich war da und habe den Beteiligten ein paar Fragen gestellt.
00:23:47: Janine Lüttmann die den Stoff bearbeitet und Regie geführt hat habe ich zum Beispiel gefragt, was sie eigentlich ein Hologrammatiker interessant fand.
00:23:54: Einem Stoff hat mich gereizt, dass die Atmosphäre so besonders war, die Möglichkeiten den Körper zu tauschen.
00:23:59: und was macht das dann mit dem Genderbild?
00:24:02: Und also diese ganze Welt wo alles nur noch ein H hologramm ist, wo man gar nicht mehr unterscheiden kann zwischen was ist fake, was is echt und wie geht man damit um vor allem als Privatdetektiv?
00:24:12: Einer der größten Unterschiede zwischen Buch-und-Hörspiel ist, dass Geller Hetzing im Hörspielen eine digitale Assistentin namens SID hat.
00:24:19: Eigenprojektion?
00:24:21: Oh shit, alles.
00:24:24: Molo Polish?
00:24:25: Ja bitte sit.
00:24:26: Flecken weg und vor allem Falten raus.
00:24:29: Schon erledigt!
00:24:30: Danke.
00:24:31: Das war vor allem eine pragmatische Entscheidung sagt Lippermann.
00:24:33: Weil wir haben der Stelle also viel allein unterwegs ist da musste ich mir was ausdenken und dadurch entstand so ne gewisse Reibung zwischen denen ein bisschen komik.
00:24:40: und ja dann haben wir versucht das im Schiffen dass nicht so viel Dialog am Anfang ist.
00:24:44: Sit hin oder her.
00:24:45: einer der Aspekte mit den ich beim Hören gekämpft habe ist genau diese Hauptfigur die von Nico Hollonich gesprochen wird.
00:24:52: Ich fand Geller Hetzing schwer zu greifen und hatte den Eindruck, dass er gar nicht besonders gut in seinem Job
00:24:57: ist.".
00:24:58: Alles Absicht sagt Janine Lüttmann.
00:25:00: Also
00:25:00: mir war halt wichtig das dieser Charakter Geller hetzing nicht so ein super cooler Ermittler ist sondern dass man ihn auch mit seinen verletzlichen Seiten zeigt Und dass er auch Fehler macht und dass er uns nicht durch so einen Stück führt als know it all.
00:25:12: ich kann das alles so.
00:25:13: Das war mir total wichtig in der Inszenierung und das habe ich mit Nico auch von Anfang an gleich besprochen.
00:25:18: Für mich hat diese Gratwanderung nicht immer funktioniert.
00:25:21: Der ganze Ermittlerplot kam mir seltsam spannungslehr vor, besonders in der ersten Hälfte.
00:25:26: Alles was an Hologrammatiker Science Fiction ist – die kleinen Details der Welt genauso wie die großen Fragen, die die Geschichte aufwirft – fand ich aber prima!
00:25:34: Einen wichtigen Anteil daran hat das Sounddesign und die Musik von Andreas Bick.
00:25:38: Vor allem dieses Thema hier hat mir die Schuhe ausgezogen.
00:26:05: Um so viel Wucht zu erreichen, hat Andreas Bicks sich an einer neuen Arbeitsweise versucht….
00:26:10: Das war die erste Produktion, die ich komplett nur mit Synthesisern und Computerklanggeneratoren gemacht habe.
00:26:16: Ich hab mich dann auch so ein bisschen in Modulasysteme hineingearbeitet.
00:26:19: ist nicht unbedingt mein Fachgebiet hat aber total Spaß gemacht diese sehr schmutzigen dreckigen aber auch mächtigen Sound zu entwickeln, die halt immer wieder zu hören sind.
00:26:28: Doch es ist nicht nur die Musik, die Hologrammatiker
00:26:31: ansprechend zu hören macht.
00:26:32: Auch die Geräusche der vielen Geräte
00:26:34: und der ewig vor sich hinsummenden Holograme klingen angemessen futuristisch.
00:26:39: Big hat sich dafür ins Zeug gelegt.
00:26:41: Ich habe dann auch sehr tief in meinen Geräten gebohrt und gesucht nach digitalen Artefakten, Störgeräuschen... Also immer wenn was falsch läuft kann man so etwas musikalisch oft auswerten.
00:26:51: Für Epidemedien habe
00:26:52: ich zu Hologrammatika schon vor den Interviews eine ausführliche Kritik geschrieben.
00:26:56: Wenn ihr sie lesen wollt
00:26:58: findet ihr
00:26:58: in der Podcastbeschreibung einen Link.
00:27:01: Und wenn ihr lieber das Hörspiel hören wollt Das gibt es seit sechsten
00:27:04: Juli in der Deutschlandfunk-App
00:27:06: Bei ARD Sounds und sogar als
00:27:08: freien Podcast-Feed auf Spotify & Co.
00:27:17: Und damit sind wir wieder am Ende von Läuft!
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