87. 10 Jahre funk - Daten, Werte und eine Zukunft mit KI
Shownotes
Vor fast zehn Jahren, am 1. Oktober 2016, startete funk als Contentnetzwerk und „junges Angebot“ von ARD und ZDF. Programmgeschäftsführer Philipp Schild und seine Stellvertreterin Kristin Blum waren von Anfang dabei. Im Interview mit Alexander Matzkeit erinnern sich die beiden an die Anfänge, reflektieren den Umgang mit Zielgruppen und Drittplattformen im Zeitalter digitaler Souveränität und blicken in eine Zukunft, in der Content auf Knopfdruck entsteht. Ihre Bilanz: „Jetzt ist gerade der Punkt, wo wir funk noch mal fast neu starten.“
In der Medienkritik: Die dritte Staffel des Podcasts „Springerstiefel“ mit dem Untertitel „Alpha oder Opfer“.
Links zur Sendung:
ardsounds.de: Springerstiefel – Alpha oder Opfer
funk.net: Mädelsabende
Eine Produktion von epd medien und Grimme-Institut 2026
Transkript anzeigen
00:00:05: Herzlich willkommen zu Läuft, dem Podcast von EPD Medien und Grimme-Institut.
00:00:10: Ich war von zehntausend elf bis zweitausend vierzehn Redakteur im ZDF unter anderem für den Digitalkanal ZDf Kultur Und schon von Anfang an lag dort regelmäßig eine Phrase in der Luft.
00:00:22: das junge Angebot von ID und ZD F sollte irgendwann kommen.
00:00:27: Im herbst zwei tausend vierzien kam dann auch tatsächlich Der Beschluss der Ministerpräsidenten Konferenz Und es wurde auch klar, dass ZDF-Kultur dafür das Feld räumen würde.
00:00:36: Trotzdem dauerte es noch zwei ganze Jahre bis Funk – so hieß das Ding am Ende offiziell an den Start ging!
00:00:43: Am ersten Oktober aus dem Jahr ist es fast zehn Jahre her.
00:00:51: Genau so ist es und deswegen habe ich heute in läuft die Programmgeschäftsführung von Funk zu Gast.
00:00:57: Philipp Schildt Vorher war er schon Leitung Content und Christine Blum, die stellvertretender Programmgeschäftsführerin seit Jahrzehnteinundzwanzig kommt vom ZDF aus der Kommunikation.
00:01:12: Funk – das sind inzwischen rund sechzig Formate auf verschiedenen Plattformen von Podcast bis zu YouTube-Doku Und Funk ist erfolgreich!
00:01:20: Rund achtzig Prozent der Zielgruppe zwischen vierzehn und neunundzwantig nutzen das Angebot.
00:01:25: Herausforderungen und Kritik gibt es natürlich trotzdem.
00:01:28: Deswegen reden wir auch darüber.
00:01:31: Und anschließend wie immer eine Medienkritik, es geht um die dritte Staffel des Podcasts Springerstiefl von und mit Henrik Bolz und Don Pablo Mulemba.
00:01:40: Mein Name ist Alexander Matzkeit.
00:01:42: schön dass ihr zuhört.
00:01:46: Hallo Philipp!
00:01:46: Hallo Christine!
00:01:49: Hallo Alex!
00:01:50: Wir sprechen über Funk weil Funk bald sehnten Geburtstag hat und ich würde gerne als erstes zurückkehren in die Zeit von damals und euch mal nach euren Erfahrungen fragen Wie war das als Funk entstand?
00:02:05: Aus meiner Perspektive war es damals wild.
00:02:08: Es gab ja einen sehr langen Vorlauf, das wurde lange geplant.
00:02:12: erst als Fernsehsender.
00:02:13: So hat sich Jahre gefühlt nachdem MTV nicht mehr funktioniert hat, hat man der Idee gehabt dass wir ein Fernsehesender machen mit einem Radioprogramm für junge Menschen.
00:02:22: und dann hat die Ministerpräsidentenkonferenz gesagt ne da glauben wir nicht so ganz dran.
00:02:28: Dann wurde das alles noch mal neu umkonzipiert und dann hatte ich das Gefühl, was doch schon relativ schnell alles.
00:02:34: Als wir hergekommen sind hatten wir nicht mehr viel Zeit.
00:02:37: Ich erinnere es damals weil ich ja damals Head of Content also sozusagen der Programmchef war so dass ich irgendwie sechs Wochen bevor wir gestartet sind erfahren habe, dass sich dreißig Formate brauche und ich glaube ich erinnert mich, dass ich sechs wochen vorher ungefähr fünf hatte oder sechs keine Ahnung.
00:02:52: Also ich erinnere diese Zeit als ziemlich hektisch, wild aber auch schon toll.
00:02:58: Christine irgendwas was dich noch prägt bis heute von damals?
00:03:01: Ja das war natürlich eine Zeit mit unfassbar viel Energie und unfassbare Aufregung auch.
00:03:07: also ich habe als Kommunikationsleitung gestartet und war auch ungefähr so drei Monate vor dem Start.
00:03:13: dann hab' ich hier angefangen.
00:03:14: wir hatten zu dem Zeitpunkt keinen Namen Was auch irgendwie das Ding war, was die Leute total umgetrieben hat.
00:03:21: Wie wir jetzt eigentlich heißen und weil sie sonst nicht wussten, was sie uns fragen sollten.
00:03:26: Weil sowas gab es einfach noch nicht nachdem der Fernsehsender verabschiedet war und gesagt wurde dass wir irgendwie im Netz da sein sollten wo die Zielgruppe ist.
00:03:36: War das erstmal für also sowohl für uns erst mal sozusagen eine Phase wie machen wir das eigentlich?
00:03:41: Wir bekommen dann die Leute ran und für außen die Menschen war es glaube ich auch total merkwürdig dass mit nichts vergleichen konnte und dann immer nicht wusste, was man uns fragen sollte.
00:03:50: Ich musste auch denken, heute das gerne so dargestellt wird, dass es im Jahr war in der Welt einiges kippte.
00:03:58: Brexit, Cambridge Analytica natürlich auch ein Netzthema ... Und am Ende die Wahl von Trump.
00:04:04: lag das in der Luft?
00:04:05: Das hat man damals schon alles mitbekommen.
00:04:08: Die Welt war aber doch eine ganz andere als heute.
00:04:13: Also ich hab... Das ist so eine Erinnerung, dass man mit Social Media wirklich gut Menschen erreichen konnte.
00:04:21: Die Frage war damals auch schon groß – wo sind die denn?
00:04:25: Wo haben sie ihre Mediennutzungen?
00:04:26: Und zwar eben klar nicht mehr in Radio und Fernsehen.
00:04:29: Wir müssen uns was Neues überlegen!
00:04:32: Was wir gemacht haben, war aus einer öffentlich-rechtlichen Perspektive komplett neu.
00:04:36: Das hat damit angefangen, dass wir dann erstmal Kompetenzen im Team aufbauen mussten.
00:04:41: Wenn ich mal darüber nachdenke was ich für Menschen damals gesucht habe mit was für Kompetensen und wie schnell ich gemerkt hab das es die nicht gibt.
00:04:48: also findet man Journalisten oder Journalisten diese Kompetenz in die gleichzeitig super krasse Plattformerfahrungen haben und dann auch noch verstehen, wie man gutes Partnermanagement macht.
00:04:59: Weil wir ja mit Produktionsfirmen zusammenarbeiten – das gab es einfach nicht!
00:05:03: Das heißt also, wir waren nicht nur deshalb gefordert weil wir in so eine völlig neue Welt eingetaucht sind aus unserer Perspektive damals.
00:05:10: Ich hatte vorher auch Fernsehen gemacht.
00:05:12: Und das heißt also ich musste diese Menschen finden und habe schnell festgestellt dass sich die Expertisen in unterschiedlichen Menschen finden muss und dass das auch die Frage beantwortet, wie unsere Struktur sein muss konnte nicht so sein, wie eine andere Redaktion gebaut wurde.
00:05:28: Sondern sie musste darauf vertrauen dass Menschen miteinander arbeiten ihre Stärkenprofile miteinander teilen, dass sie einander helfen und das wir als Team gut sind.
00:05:38: Und das ist was uns bis heute stark macht.
00:05:41: So und trotzdem erinnere ich die Welt Ich weiß nicht wie du es damals wahrgenommen hast Christine noch als einfacher zu durchschauen vor uns.
00:05:49: Wir haben ja von Anfang an zum Beispiel sehr datenorientiert gearbeitet und konnten ganz gut unsere Schlüsse schon von Anfang an ziehen, wen wir gut erreichen, welche Formate gut funktionieren, welche Themen gesucht werden.
00:06:01: Da waren wir immer schon sehr, sehr gut!
00:06:03: Und ich habe das Gefühl die Welt heute ist halt wesentlich komplexer geworden, wesentlich fragmentierter auch im Internet – und das sind natürlich Dinge, die sich über die zehn Jahre stark verändert haben.
00:06:15: Ja, ich glaube es kann nicht in der Stelle... Nur der Schützmann wird ja auch so ein bisschen sedimentar, sozusagen nach zehn Jahren.
00:06:21: Und natürlich hat sich die Welt sehr viel aufgeräumt darin gefühlt als sie es heute ist und auch mit Gefühl selbst... Also du hast Trump eben angesprochen gehabt aber trotzdem mit weniger Krisen im Moment.
00:06:32: das ist einfach... Es sind so viele Krisen und so viele Orte und soviele Sachen wo sich gerade junge Menschen sehr viele Gedanken darüber machen können dass wir auch noch mal glaube ich ganz anders gefordert sind.
00:06:43: an dieser Stelle einfach
00:06:45: Also ihr wart damals mit vielem natürlich pionier habt es gerade beschrieben.
00:06:49: Was ich interessant finde ist, dass vieles von dem was damals eben so neu war nicht lineare Nutzung Nutzungen vom dritt Plattformen zusammenarbeiten Mit Leuten die schon eigenes Publikum mitbringen war ja auch so ein Ding Dass das an vielen Stellen im Programm der totale Normalfall geworden ist.
00:07:08: Ihr das Gefühl Das er auch reingewirkt hat in den rest Von ad und zf den Ansatz angeht, wie man Dinge machen kann?
00:07:18: Es kommt drauf an.
00:07:20: In Teilen habe ich schon den Eindruck... Ich glaube zum Beispiel einfach auch durch Menschen.
00:07:25: Man kann sagen wir sind wie so ein kleiner Innovationsraum der relativ autark funktionieren darf innerhalb von ARD und ZDF Und das macht Dinge möglich die in einer feste Struktur zumindest schwieriger sind wenn man sie neu denkt.
00:07:40: Wir können einfach Dinge ausprobieren und wir dürfen auch grandiose Scheitern damit.
00:07:44: Und ich glaube, dass es was also diese Denke und das zu Erfolgen geführt hat.
00:07:49: Das ist schon etwas, was gesehen wurde, weil sagen wir mal ehrlich am Anfang hat auch nicht unbedingt jeder zumindest an uns geglaubt, was irgendwie auch ganz cool war, weil dadurch war das so ja, lass die mal machen!
00:08:02: Wir gucken in vier Jahren wieder und das hat uns halt unheimlich viele Spielwiesen gesichert.
00:08:09: Und das als dann man gesehen hat, oh krass!
00:08:11: Das ist erfolgreich.
00:08:12: Menschen verstehen was die da machen nutzen das und es hat echt eine Relevanz bekommen.
00:08:17: Da hat man sich glaube ich schon die Frage gestellt Was läuft da gut?
00:08:20: Dann ist diese Bereitschaft gekommen Dinge sich auch abzugucken.
00:08:24: Und dann ist es auch passiert, dass Menschen die hier gearbeitet haben für die großen Sender echt spannend geworden sind.
00:08:29: Weil die Expertisen aufgebaut hatten ich hab's ja vorhin auch erzählt, die es einfach noch nicht gab am Markt.
00:08:34: und diese Menschen glaube ich, die haben unheimlich viel Wandel bewirkt in manchen Sendern und haben Ideen weitergetragen und einfach neue Wege dann bestritten die wirklich, finde ich zur Veränderung geführt haben.
00:08:48: Und dann ist es natürlich auch so Programme und Menschen, die bei uns programm prägen, die sind ja auch weitergegangen von Mai-Tinien, Kim bis Mirko Drotschmann, Eva Schulz, Paar Schatt oder da gibt's so viele unterschiedliche Menschen, denen nicht nur bei uns aktiv sind und vielleicht irgendwie groß geworden sind aber die auch in den Sendern wirksam werden.
00:09:09: und das verändert natürlich auch die Art, wie diese Programme gestaltet werden.
00:09:13: Weil sie ihre Ideen und ihre Prägung mitbringen.
00:09:15: Und ich glaube das sind so zwei Punkte wo ich denke Das funktioniert wirklich gut!
00:09:20: Und dann gibt es noch diese technischen Aspekte.
00:09:23: So wie steuern wir sehr datenorientiert.
00:09:25: Es wird einfach verstanden dass das kein Chichi ist sondern dass das Erfolgsfaktoren sind Die man ernst nehmen muss und die auch im Endeffekt sicherstellen oder evaluierbar machen, inwiefern man so einem Programmauftrag entspricht.
00:09:40: Und da gibt es ja ganz viele Aspekte die wir mit den Daten und mit den Möglichkeiten, die wir hier aufgebaut haben auch technischer Natur wird damit leisten können.
00:09:49: Auch das verändert glaube ich in manchen Sendern die Perspektive wie man Strategie steuert.
00:09:56: Es wird ja aber auch bei Leibe nicht von allen geliebt diese stärkere Daten Fixierung.
00:10:02: Ich glaube die Frage ist immer Was man mit Daten macht und ich verstehe das schon auch, ne?
00:10:08: Also das ist manchmal unbequem.
00:10:10: Ich mag nicht alles was wir in Daten sehen weil ja wenn man manchmal etwas anderes geglaubt hat und dann nerven Daten halt unheimlich weil klar du kannst dann versuchen die irgendwie umzuinterpretieren aber Das ist halt irgendwie wenig sinnvoll in meiner Wahrnehmung.
00:10:26: Wenn du merkst, dass die Dinge, die du dir vorgenommen hast nicht funktionieren inhaltlich oder du niemanden erreichst mit deinen Ansätzen dann ist unsere Überzeugung das das nicht viel Sinn macht und dass wir die Daten halt ernst nehmen müssen.
00:10:39: Wir haben nun mal eine bestimmte Summe gute fortyfünf Millionen die für die vierzehn bis neunzwanzigjährigen zur Seite gelegt werden Und unser Anspruch ist sie wirklich auch für diese Zielgruppe zu benutzen weil diese Menschen das verdient haben.
00:10:52: Die sind jetzt medial nicht ultra krass repräsentiert, da geht relativ wenig Geld von dem gesamten Rundfunkaufkommen rein und da sind zum Beispiel Daten dann auch unbequem weil Daten können dir dann ziemlich genau sagen.
00:11:05: Das Programm wird aber gar nicht mehr von deiner Zielgruppe genutzt sondern weiß ich nicht von vierzigjährigen.
00:11:10: Ja, dann muss man halt überlegen was man damit macht.
00:11:13: Wenn dann ein anderer Sender nicht sagt ja wie geil wir übernehmen das und führen es weiter.
00:11:17: Dann bedeutet das für uns dass wir zum Beispiel Programme auch ziemlich radikal beenden und dass das nicht jeder geil findet kann ich total verstehen.
00:11:25: ehrlich gesagt so trotzdem halte ich's halt für richtig
00:11:28: ist aber ja auch kein neues Phänomen als.
00:11:30: ich denke mal der Prominenteste Fall dafür sind wahrscheinlich zum Beispiel Hörfunkwellen.
00:11:35: Also das ist ja auch ganz häufig so, dass da das Publikum mit denen mitwächst.
00:11:39: Die hören also weiß ich nicht SWF drei oder sowas haben die dann gehört als sie jung waren und irgendwann hören Sie es immer noch obwohl sie jetzt älter sind.
00:11:47: Dann müssen irgendwelche neueren jüngeren Wellen nachwachsen.
00:11:50: wie kann man das denn händeln?
00:11:52: Dass man Nichtsachen direkt beenden muss nur in Anführungsstrichen weil Das Publikuum nicht mehr der Zielgruppe entspricht.
00:11:59: Na das ist eine Aufgabe die wir sozusagen wirklich dauerhaft haben, weil unsere Zielgruppe wird immer fünft bis neunundzwanzig bleiben und allein wenn du dir jetzt vorstellst wir sind zwanzigsechzehn gestartet.
00:12:09: Das ist zehn Jahre Leute die jetzt gerade in unserer Zielgruppen rein wachsen.
00:12:13: Die waren noch nicht mehr eine Schule in der Zeit wiederum andere Leute, die jetzt irgendwie die Jetzt gerade rauswachsen.
00:12:19: also sie haben zwei Drittel einfach von unserer Ziel Gruppe schon an die nächste sozusagen an die Nähsten Medien Nutzung eigentlich weitergegeben.
00:12:27: Und natürlich ist das total hart für uns, immer wieder auf unseren Auftrag zu blicken und zu sagen ja der ist uns ernst.
00:12:33: Und es muss bis zum Jahr zwanzig bleiben.
00:12:35: Das heißt dass wir sehr früh in den Austausch natürlich gehen und gucken wo sind Übergabepunkte?
00:12:40: Also wo können Köpfe übergeben werden?
00:12:41: Wo können Formate übergeben?
00:12:45: In erster Linie gucken wir am Anfang natürlich schon, können wir vielleicht auch einen Format für Jüngen und Jungheiten und eine Weile bei uns halten.
00:12:52: Aber irgendwann funktioniert es nicht.
00:12:53: Also irgendwann kommt der Übergabepunkt, der jetzt beispielsweise beim Mädelsabende gerade gekommen ist – die werden jetzt gerade an den WDR übergeben -, wo wir das nicht mehr schaffen, sie wirklich in unserer Zieggruppe zu halten?
00:13:03: Und da hast du genau das, was du eben gesagt hast, dass das wie eine Welle und ein Format kann man vielleicht ein bisschen damit vergleichen, muss und ziehen lassen muss.
00:13:12: Und wie viel hat das auch eben gesagt?
00:13:13: Wenn wir keinen finden, der es übernimmt ist die harte Entscheidung wenn wir es nicht mehr für vierzehn bis neunundzwanzigjährige machen können dass wir Sachen dann auch einfach beenden.
00:13:22: Dieses Verjungen von Formaten funktioniert oft nicht so richtig weil Menschen die jünger sind gerade wenn du sagst eine vierzehntjährige und neunzwanziger Jährige haben einfach in der Art wie sie die Welt verstehen wollen und was für Fragestellung Sie haben oft nicht mehr die gleichen Dinge im Kopf und deswegen funktionieren die Formate manchmal dann auch einfach nicht, wenn du versuchst sie jünger zu machen.
00:13:45: Und unsere Chance ist da natürlich einfach in diesen ungefähr sechzig Formaten, die wir haben so mehr oder weniger, zu sagen okay uns fehlt ein Portfolio jetzt wieder dies oder jenes wie können wir das adressieren für eine wieder jüngere Zielgruppe und neues Format aufbauen was den Aspekt in unserem Portfolium bedienen?
00:14:02: Gleichzeitig hat es natürlich aber auch so.
00:14:04: eine Komponente, die uns herausfordert war letztlich.
00:14:06: Die Menschen immer erst mal angesprochen werden mit einem Format und das Format muss erstmal dieses Vertrauen in die Bindung aufbauen, muss dann in regelmäßige Nutzung führen sodass dann auch verstanden wird A du bist ein Teil von Funk und von HD und ZDF.
00:14:20: Das ist sozusagen die Hürde, die wir dadurch aber ein Stück weit höher nehmen müssen als ein Radiosender der die Menschen halt lange erreicht und immer wieder relativ schnell klar ist wer der Absender ist.
00:14:32: Was sind denn Sachen, auf die ihr achtet und auf die vielleicht auch vertraut, wenn ihr neue Puzzleteile in dieses Puzzle einsetzt?
00:14:39: Naja also wenn wir sozusagen was Neues sozusagen in dieses Kusselteil reinholen ist es ja meist so dass wir vorher gemerkt haben das uns irgendwas fehlt oder dass wir etwas in vielleicht auch abgegeben haben.
00:14:50: Und deshalb uns überlegen, dass wir vielleicht im Grunds das komplette Portfolio anschauen und gucken wie gut erreichen wir dann gerade die vierzehn bis neun zwanzig jährigen.
00:14:58: Dann ist es meistso feststellen, bei den Jüngeren haben wir vielleicht noch Nachfolge bedarf.
00:15:03: Dann muss man natürlich überlegen, welche Themeninteressen gibt es überhaupt?
00:15:06: Und wie viel bieten wir da an und wo sind da Lücken?
00:15:09: Und dementsprechend werden Formate dann auch entwickelt oder in Auftrag gegeben, sodass dann sehr speziell in diese Gruppen hinein eigentlich das entwickelt wird.
00:15:17: Und was da natürlich spannend ist, ist es natürlich sowohl zu gucken, was jetzt von der Formatansprache irgendwie spannend, was vielleicht auch spannende Köpfe, die wir entwickeln können – also wir haben ein Talenterzwerk, das mittlerweile echt sehr gut funktioniert, wo wir Leute reinholen, die teilweise auch journalistisch arbeiten denen wir ganz viele Sachen beibringen, die wir aufbauen und die dann irgendwann vielleicht von einem Talent hin zu einem Format werden.
00:15:39: Und das sind dann sozusagen so Entwicklungsschritte, und wir testen aber natürlich die komplette Zeit immer durch.
00:15:45: Funktioniert etwas oder funktioniert es nicht?
00:15:47: Oder funktionieren auch nur Teile davon?
00:15:49: Dann können sie bleiben oder funktionieren bestimmte Teile nicht?
00:15:52: Da müssen wir dich verändern!
00:15:53: Also wir haben für jedes Format immer auch Vorgaben was es eigentlich erreichen muss um solche Lücken zu füllen und sind da auch sehr streng dabei und gucken da alle halbe Jahre spätestens drauf beim Start manchmal sogar noch viel schneller sodass wir immer auf das komplette Portfolio blicken und gucken wo sind Lücken und wie kann wir die schließen?
00:16:11: Es gibt so einen Passus in diesem Medienstaatsvertrag, der ist direkt für uns geschrieben als Programm wo wir beauftragt werden, Inhalte zu machen, die den Lebensmittelpunkt und die Themeninteressen von jungen Zielgruppen im Blick haben.
00:16:23: Und wir haben an diesen Auftragspassus abgeleitet, im Grunde genommen eine Portfoliologik entwickelt, wo wir eben die Basis dieser Lebensrealität in unserer Zielgruppe regelmäßig über so repräsentative Umfragen Erheben.
00:16:39: Also das heißt, wir fragen was sind denn die für euch wichtigsten Themen?
00:16:43: und kriegen dann so ein Ranking der wichtigen Themenkomplexe?
00:16:46: Und dadurch dass wir eben unfassbar datenorientiert arbeiten können haben wir ja zum Beispiel Wir haben alles gesprochene Wort in unseren von unseren weiß nicht wie viele.
00:16:55: wir haben hundert achtzig tausend Video Assets oder so haben wir in unserer Datenbank und können dann auch mit so KI System evaluieren Wie stark wir bestimmte Themen komplexe im Portfolio ausgeprägt haben Und können dann das Abgleichen miteinander.
00:17:10: Das ist zum Beispiel der erste Schritt und dann sehen wir, bestimmte Dinge gibt es vielleicht weniger stark ausgeprägt in unserem Portfolio sind aber von einem riesigen Themeninteresse oder andersrum.
00:17:19: Und können da so Steuerungsempulse setzen.
00:17:21: Können sagen erster Schritt erstmal Wir müssen uns mal mit dem Themenfeld beschäftigen dass dies Dies unter oder das adressiert sobald.
00:17:28: das interessiert Menschen und wir haben es eigentlich zu wenig in unserem Portfolio.
00:17:31: Und ich glaube, dass ist eine der wichtigsten Punkte, dass wir diesen Abgleich eben schaffen.
00:17:36: Und im Moment funktioniert es ganz gut.
00:17:37: Das ist das was wir eingangs meinten mit.
00:17:40: Wir haben dann eine ganz gute Steuerungslogik, glaube ich entwickelt die am Ende ein gutes Portfoli und ein gutes Programm Management ermöglicht.
00:17:48: Ich würde gern einmal über die dritt Plattform sprechen.
00:17:52: Wir haben ja schon beschrieben Am Anfang war das ungewöhnlich, aber es war eigentlich der logische Schritt.
00:17:59: Man muss dahin gehen wo die Leute auch sind, die ihr erreichen wollt.
00:18:04: Aber der Zeitgeist darüber hatten wir's ja auch hat sich gewandelt und eines der Themen über die heute total viel geredet wird ist digitale Souveränität und genau die Unabhängigkeit von diesen Plattformen die alle großen amerikanischen Tech Konzernen gehören gleichzeitig.
00:18:37: Ich glaube man kann auf jeden Fall sagen, dass es Veränderungen gibt wie die Plattform agieren.
00:18:44: Also da gibt es so ganz basic Dinge an denen man feststellen kann Wie wichtig Ihnen jetzt vielleicht ein bestimmter Markt oder auch öffentlich-rechtliche Player?
00:18:54: Also zum Beispiel einfach so schlicht und einfach wie gut ist eigentlich die Ansprechpartner, Erreichbarkeit oder so das Partnermanagement sag ich mal für so Programme wie uns.
00:19:04: Und da erkennt man schon dass wir in der Wichtigkeit denke ich als deutscher Markt also europäischer Markt und auch als öffentlich rechtlicher Anbieter nicht mehr den Stellenwert haben den wir hatten.
00:19:16: Das ist jedenfalls meine Interpretation davon.
00:19:19: Und man merkt es auch einfach an anderen Dingen, ne?
00:19:23: Es gibt einfach einen Einfluss den zum Beispiel eine Präsidentschaftswahl oder ein Präsidenschaftswahlkampf hat auf die Art und Weise wie Meta-Inhalte ausspielt so.
00:19:33: Das ist kein Geheimnis gewesen.
00:19:35: aber auch da kommt wieder eine datenorientierte Steuerung ins Spiel wo wir dann erkennen, was da passiert.
00:19:42: Und zum Beispiel im Vorfeld der letzten Präsidentschaftsvereine der USA haben wir genau solche Musse beim Meta erkennen können und konnten dann sehen das Inhalte die sich mit Politik beschäftigen.
00:19:51: Das ist halt unser Auftrag das auch zu liefern dass die weniger gut ausgespielt wurden.
00:19:55: Der Hypothesentest den wir gemacht haben hat nahegelegt Damals so Einbrüche von etwa zwanzig Prozent in diesen Inhalten hatten und dass dieser Einbruch deswegen zustande kam, weil diese Inhalte nur noch an Menschen ausgespielt wurden die den Kanälen aktiv gefolgt sind.
00:20:12: Und nicht mehr an Menschen, die aufgrund ihres Nutzungsverhaltens früher auch mal angesprochen worden mit solchen Inhalten.
00:20:19: da hat man also versucht weniger Spannungen einfach auszulösen indem man politische Inhalten einfach eine breitere Bubble sag ich jetzt mal so Flapsik ausgespielen hat.
00:20:28: und Ich halte das für wirklich demokratierelevant, weil letztlich Menschen die kein starkes Pulver halten für politische Information oder für Informationen allgemein haben in diesem Moment weniger stark mit solchen Inhalten angesprochen werden.
00:20:43: und ich finde es das ist halt eine Funktion die man deswegen nicht unterschätzen darf.
00:20:48: Das hat auch für mich damals oder hat uns alle so schon zum Nachdenken gebracht was das für unsere Strategie bedeuten muss.
00:20:55: Und letztlich sind daraus auch Ableitungen entstanden auf einem gesamtstrategischen Level, wo wir gesagt haben okay es ist wichtig dass wir nicht zu stark von einer einzelnen Plattform abhängig sind.
00:21:07: gleichzeitig ist die Medien-Nutzungsrealität immer noch die gleiche ne?
00:21:10: Die Zielgruppen sind hauptsächlich auf diesen Plattformen.
00:21:13: das heißt für uns it's a trap also müssen wir brauchen sie auch sonst kommen wir mit unseren Inhalten auch nicht richtig an Und benutzen die das wegen?
00:21:22: Wir können ja auch wirklich viel machen.
00:21:24: Also zu diesem Beispiel, wir haben dann darüber informiert was da passiert ist und haben informiert wie man die Einstellungen wieder verändert auf Meter damit man diese Inhalte wieder ausgespielt bekommt.
00:21:35: Das hatte damals einen wirklich glaube ich relevanten Effekt in unserer Zielgruppe und dafür sind wir ja auch da um das zu kritisieren.
00:21:42: Darüber dann teilweise dann auch wieder über diese Plattform oder andere darauf aufmerksam zu machen und Menschen dann zu erklären, was da gerade passiert.
00:21:49: Und das funktioniert.
00:21:50: gleichzeitig müssen wir eben aufpassen es finde ich von einzelnen Plattformen für bestimmte Zielgruppen zu abhängig werden und wir versuchen auch andere Ansätze auszuprobieren.
00:22:01: Wir sind jetzt eben sehr stark dabei gerade so Open-Feed Versuche zu machen.
00:22:06: Wir sind im Fadeiverse Wir sind in der Atmosphäre und sammeln da unsere ersten Erfahrungen Um unseren Bike-Trak dazu zu leisten, dass es auch andere Möglichkeiten in Zukunft geben wird um unsere Inhalte zu nutzen.
00:22:21: Mal ganz abgesehen von dem was du schon angesprochen hattest die Mediathek und die Streamingplattformen vom ZDF sind ja Orte die sich weiterentwickeln und wo man unsere Inhalten auch nutzen kann.
00:22:31: da muss man nur sagen aktuell ist das noch nicht der Fall dass da relevante Nutzung stattfindet für unsere Inhalt.
00:22:40: Ich würde gerne ein letztes fällt noch ansprechen und das ist eben die Zusammenarbeit mit den Kreators.
00:22:46: Man kennt es ja auch aus dem Fernsehen oder so, unabhängige Produktionsfirmen zusammen, Arbeit ist ja nichts Neues!
00:22:52: Und auch die mögen ja manchmal Redakteure gar nicht so gerne weil sie finden, die machen ihnen irgendwie ihre künstlerische Vision kaputt.
00:22:59: der Unterschied ist aber ja dass diese Leute mit denen ihr zusammen arbeitet ihrer eigenen Kanäle haben und die auch selber bespielen können und selbst direkt quasi an die Zielgruppe kommunizieren können.
00:23:11: Wie nehmt ihr dieses Spannungsverhältnis, diese Zusammenarbeit wahr und was braucht es damit das gut funktioniert?
00:23:18: Ich glaube was da an erster Stelle wirklich das absolut wichtigste ist wenn wir mit einem Creator zusammenarbeiten dass wir gucken ob die Werte eigentlich matchen.
00:23:28: also sind das öffentlich rechtliche werte die auch beim creator sozusagen wo er mitgehen kann Und da an der Stelle zu uns passt.
00:23:37: oder passt das nicht?
00:23:38: Weil wenn es nicht passt, deshalb ist die Vorbereitungszeit meist auch sehr wichtig.
00:23:42: Philipp hatte vorher schon mal das Partnermanagement sozusagen angesprochen.
00:23:46: Das ist eine sehr sensible Zeit am Anfang sehr viel über die Sachen zu sprechen wie die Zusammenarbeit laufen soll Auch dass es Abnahmen gibt, dass Sachen nicht geöffentlicht werden wir das sozusagen nicht feigeben, dass journalistische Standards eingehalten werden.
00:24:01: Et cetera PPSe, dass auch einfach Skipte vorher geprüft werden müssen und so.
00:24:06: Das ist eine sehr lange Vorbereitungszeit mit Creators die dann aber teilweise trotzdem Bock haben mit uns zusammen zu arbeiten was zum größten Teil auch echt sehr gut funktioniert.
00:24:15: Wir merken aber auch da, dass wir natürlich auch mit Leuten Kontakt aufnehmen und dann kommt es nicht zu einem Format weil die Leute einfach anders arbeiten wollen.
00:24:24: Grundding, wenn die Werte nicht übereinstimmen, dass es dann einfach nicht funktionieren kann sozusagen.
00:24:31: Okay, dann letzte Frage – was sind Trends, die ihr jetzt gerade seht?
00:24:38: Von denen wir das nächste Mal in zehn Jahren sprechen und dann wiederum denken werden, ach ja!
00:24:45: Das war ja irgendwie noch eine unschuldige Zeit damals.
00:24:48: Ich glaube, das wird auf jeden Fall etwas damit zu tun haben... Inhalte viel einfacher generiert werden können, interstützt.
00:24:55: Dass wir
00:24:56: sie
00:24:57: die Inhalter viel stärker auf die persönlichen Bedürfnisse von individuellen Nutzerinnen und Nutzern zugeschnitten bekommen haben werden.
00:25:04: Das heißt, wir werden hier in meiner Wahrnehmung die nächste Marktrevolution im dieser Richtung erleben.
00:25:10: nachdem wir mit der Entwicklung von Social Media Plattform das erste Mal eine Situation waren dass es nicht mehr einen Sender gebraucht hat oder so um ein Inhalt zu erstellen und Menschen, die eine gute Idee hatten.
00:25:22: Und schneiden und drehen konnten irgendwie in der Lage waren den Inhalt zu veröffentlichen und damit dann vielleicht erfolgreich zu sein sind wir in dem nächsten Schritt soweit dass man eigentlich nur noch ne gute Idee braucht und die irgendwo irgendwie reinsprechen können muss und da kommt am Ende was bei raus und das wird glaube ich zur Folge haben, dass wir so eine Masse von Inhalten haben werden, dass man sich überhaupt nicht mehr zurecht finden wird.
00:25:46: Und das wird uns auch als Medienunternehmen auf einem völlig anderen Level herausfordern, weil wir damit umgehen werden müssen dass die Konkurrenzsituation halt einfach massiv wird.
00:25:58: Noch schlimmer als es heute für einen traditionellen Medienanbieter ist.
00:26:02: Weil wir da mit noch mehr guten Inhalten konfrontiert sein werden, mit denen wir irgendwie im Wettbewerb stehen und wir müssen uns glaube ich auf zwei Ebenen überlegen, wie wir damit gut umgehen können.
00:26:13: Wir müssen einmal strukturell und so weiter entwickeln dass wir schneller sind, dass wir mehr Ideen parallel denken können und das wir diesen ganzen Markt verstehen und auch die Technik dahinter verstehen.
00:26:25: Auf der anderen Seite dürfen wir natürlich das was uns ausmacht nicht verlieren also die Qualität unserer Inhalte, das was unsere Inhalt auch ausmacht.
00:26:33: Das was daran menschlich ist sozusagen genau das ist ja das was besonders ist und das wird ein wahnsinniger Spagat glaube ich für uns und da werden wir im Rückblick wahrscheinlich in zehn Jahren darüber reden müssen.
00:26:44: Also ich glaube jetzt ist gerade der Punkt wo wir Funk nochmal fast neu starten weil wir eine Zeit reinkommen die noch mal ganz anders sein wird.
00:26:52: aber das ist jetzt glaube ich schon nochmal einen Punkt wo wie uns grade sehr extrem und intensiv miteinander setzen und auch auseinandersetzen müssen, damit wir in zehn Jahren noch sprechen.
00:27:03: Philipp Schildt und Christine Blumen vielen Dank für das Gespräch!
00:27:06: Danke
00:27:06: schön!
00:27:06: Danke
00:27:07: dir!
00:27:20: Beide in Ostdeutschland geboren und aufgewachsen rührten gemeinsam mit ihrem Team diese Mischung zusammen, die die besten Podcasts haben.
00:27:39: Persönliche Perspektive und allgemeingültige Fragenbearbeitung – in diesem Fall zum Thema Rassismus in Ost-Deutschlands gestern und heute!
00:27:48: Jetzt über drei Jahre und diverse Medienpreise später existiert Springerstiefel immer noch.
00:27:54: Die neueste Staffel heißt Alpha oder Opfer und sie dreht sich um die Männlichkeitsbilder, die junge Männer vermittelt bekommen im Internet Und anderswo.
00:28:03: Ich konnte Bolz und Ulemba vor einigen Wochen interviewen, und Bolz sagt das Thema hätte sich recht organisch aus den vorherigen
00:28:10: ergeben.".
00:28:31: Es liegt inzwischen eine gelernte Formelhaftigkeit, in der Art wie Springerstiefe vorgeht.
00:28:36: Bolz und molembar treffen sich nie – sie erzählen separate Geschichten und spiegeln sich in ihnen!
00:28:42: Und doch fügt sich, weil es gut geschrieben und zusammengesetzt ist alles stimmig zu einem Gesamtbild.
00:28:50: Das gilt auch diesmal wieder wenn Sie mit Elias sprechen ein Studenten der zeitweise in die Menosphe abgerutscht war mit Anne einer jungen Frau deren Freund auf ähnliche Weise abdriftete Aber auch mit Clemens, einem jungen queeren Mann aus Stendal der den Mut besitzt sich trotz Gegenwind in seiner Identität zu behaupten.
00:29:09: Und dann ist da wieder der autobiografische Teil.
00:29:12: Don Pablo Molamba reflektiert gemeinsam mit einem Freund die Zeit am Sportinternat und die Männlichkeitsbilder, die dort geherrscht haben.
00:29:19: Darin habe auch seine größte Erkenntnis gelegen sagt er.
00:29:21: Eigentlich wenn man das nüchtern betrachtet dieses ganze ja dieses hinterherhächeln von diesen harten Männlichkeit Bildern daran es eigentlich gar nichts hart, weil wir waren alle irgendwie nicht in der Lage über unsere Ängste sorgen und Gefühle zu sprechen.
00:29:39: Vielleicht kann man das auch irgendwie im künftigen Diskurs so frameen?
00:29:42: Das ist ja nicht mutig sondern eigentlich ist es feige!
00:29:46: Was ich mit das beste an Staffel drei von Springer Stiefel fand.
00:29:49: am Ende fokussiert der Podcast auf die Frauen, die Männer in ihre Schranken weisen Anne, die ihren Freund verlässt Und die Schwester von Elias Die ihm systematisch den Kopf wäscht.
00:29:59: Und die beiden Hosts stellen noch mal klar, dass sie – die aufgeklärten und aufklärenden Männer – die Erleuchtung auch nicht mit Löffeln gefressen haben.
00:30:07: Das sei ihm wichtig gewesen, sagt Mo Lemberg.
00:30:09: Also
00:30:09: man muss natürlich sich auch dessen bewusst sein selbst wenn man jetzt irgendwie in einem Reflexionsprozess ist das da es jetzt auch natürlich noch nicht der letzte Step ist um wir jetzt irgendwie fein aus dem Schneider sind sondern dass dieses reflektieren eigentlich ein stetiger Prozess sein sollte und dass man sein Verhalten, sein Denken, seine Sprache den Umgang mit anderen Menschen permanent hinterfragt.
00:30:34: Bolz bestätigt das – auch auf meine Frage ob er sich selbst als Vorbild sieht!
00:30:39: Als ähnliche große Bruderfigur wie die Influencer in sozialen Medien.
00:30:43: Wenn vielleicht eine Sache vorbildhaft sein könnte, dann ja sich konstant auch zu hinterfragen und nicht zu glauben.
00:30:50: Ja wenn man jetzt irgendwie wie die Person oder wie jene Person ist, hat man das irgendwie so abgeschlossen und es das Ziel erreicht?
00:30:56: Nee wir sind eigentlich alle auch noch Menschen weiterhin im Werden.
00:31:00: Hoffe ich!
00:31:12: Und damit sind wir wieder am Ende von läuft.
00:31:15: Wenn ihr Feedback habt, schreibt uns eine E-Mail an medien.epd.de oder kommentiert unsere Beiträge auf Social Media.
00:31:22: Ihr findet EPD Medien auf LinkedIn das Grimme Institut auf Instagram, LinkedIn und Fretz.
00:31:27: Mich findet ihr auf Blue Sky!
00:31:33: Wir haben jeden Monat neue, interessante Themen und Gäste und Kritiken.
00:31:47: Die nächste Folge von läuft dann entsprechend in einem Monat – bis dahin gönnt euch gutes Programm!
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